Wenn Gott spricht, dann sind Seine Worte verbindlich; sie sind wie ein Vertrag, der nicht gebrochen worden kann. Gott sagt immer genau, was Er meint, Er lügt nie und Er sagt nie:
„Hoppla, Ich hab’s mir doch anders überlegt!“
In Hebräer 1,3 heißt es, dass Jesus:
„… alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt…“
Psalm 89,35 stellt fest:
„Ich werde meinen Bund nicht entweihen und nicht ändern, was hervorgegangen ist aus meinen Lippen.“
Unser gesamtes Universum wird durch die Kraft von Gottes Wort zusammengehalten. Es war Sein Wort, das die Erde und alles Leben auf ihr schuf. Durch Seine Worte schuf Er Adam und Eva. Gott machte weder den Menschen noch irgendeinen Teil dieser Welt mit Seinen Händen, sondern sprach alles in Existenz.
Nachdem Er dann alles geschaffen hatte, sagte Er:
„Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie <euch> untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!” (1.Mose 1,28)
Gott übertrug Adam und Eva absolute Herrschaft. Als Er ihnen diese Autorität und Herrschaft verlieh, nahm Er Seine Macht – Sein Recht, die Erde zu beherrschen und zu kontrollieren – und gab sie biologischen, menschlichen Wesen. In gewisser Weise schloss Gott Sich damit Selbst von der Herrschaft über die Erde aus.
Ich weiß, dass das jetzt reichlich Stoff zum Nachdenken ist, aber es ist wahr – und es beantwortet viele Fragen hinsichtlich der Souveränität Gottes. In meiner neuen Lehrserie mit dem Titel, The Word became Flesh, – sie wird im Verlauf des Monats Mai in meinem Gospel Truth Fernsehprogramm ausgestrahlt – werde ich mehr über die Souveränität Gottes und ihre Bedeutung für uns lehren.
In Psalm 15,4 heißt es, dass ein göttlicher Mensch, hat er zum Schaden geschworen, es nicht ändert. Das Wort „göttlich“ bedeutet „wie Gott”. Gott wird zu Seinem eigenen Schaden schwören, und es nicht ändern. Als Adam und Eva Gott ungehorsam waren, brach Er anschließend nicht Sein Wort, um sie vor den schrecklichen Konsequenzen zu bewahren, die aus ihrer Entscheidung erwuchsen. Die Erde war menschlichen Wesen übergeben worden, damit sie das mit ihr machten, was sie für angemessen hielten. Das alles traf Gott nicht unvorbereitet; er wusste, was geschehen würde, und hatte bereits einen Plan entwickelt, um die Menschheit wieder mit sich zu versöhnen.
“Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden vielmehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus. Wie es nun durch eine Übertretung für alle Menschen zur Verdammnis <kam>, so auch durch eine Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. Denn wie durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen <in die Stellung von> Sündern versetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen <in die Stellung von > Gerechten versetzt werden.
(Römer 5,17-19)
In Offenbarung 13,8 heißt es:
„Und alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten, <jeder,> dessen Name nicht geschrieben ist im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an. (Hervorhebung von mir)
Diese Schriftstellen beantworten zwei sehr wichtige Fragen: 1. Warum musste Jesus auf die Erde kommen? 2. Wenn Sein Kommen notwendig war, warum wartete Gott dann 4000 Jahre, um Ihn hierher zu bringen?
Gott hatte die Autorität über die Erde einem Menschen, einem biologischen, menschlichen Wesen verliehen. Als der Mensch es sich erlaubte, sich täuschen zu lassen, und seine Macht Satan überließ, wurde aus ihm in gewisser Weise ein Miterbe des Teufels. Durch seinen biologischen Körper verlieh der Mensch Satan Autorität auf dieser Erde.
Deshalb war es notwendig, dass ein Mensch mit einem biologischen Körper diese Autorität wieder zurückeroberte. Gott musste Mensch werden, um Sich so selber die Autorität zu verleihen, auf der Erde Gericht zu halten.
“…und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist.” (Johannes 5,27)
Gott kann Sein Wort nicht brechen oder ändern, und so musste Er Sich darauf beschränken, im Rahmen des Wortes zu handeln, das Er bereits gesprochen hatte.
Warum dauerte es dann aber 4000 Jahre? Die Logik hierin ist: Als Gott den ersten Menschen schuf, sprach Er: „Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich!“ (1 Mose 1,26) Gott sprach Adams Körper buchstäblich in Existenz. Zu jener Zeit besaß Er das ganz legale Recht, dies zu tun, weil Er die Autorität über die Erde noch nicht an den Menschen übergeben hatte.
Nachdem Er jedoch dem Menschen diese Autorität übertragen hatte, konnte Er Seine Rechnung nicht länger ohne ihn machen. Jesus, der letzte Adam, musste immer noch von Gott in Existenz gesprochen werden, aber jetzt musste Gott durch Menschen sprechen. Er besaß nicht mehr länger die direkte Kontrolle, und ein Mensch musste zur Stimme Seiner Worte werden.
Psalm 115,16 erklärt:
„Der Himmel ist der Himmel des HERRN, die Erde aber hat er den Menschenkindern gegeben.“
Mit anderen Worten, gehört alles außerhalb der Erde Gott, aber die Erde gab Er den Menschenkindern. Da ist eine gewaltige Aussage. Durch Seine eigenen Worte erlegte Gott Sich Selbst Beschränkungen auf. Er musste nun durch Menschen wirken, aber es gab nur sehr wenige Menschen, die in ihren Herzen empfänglich genug waren, um Ihn zu hören und das Gehörte dann auch zu prophezeien.
Gott musste den letzten Adam durch Worte erschaffen, die von jemandem, der einen biologischen Körper besaß, ausgesprochen wurden.
In Galater 4,4 heißt es:
„Als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott Seinen Sohn...“
Wenn man diesen Vers studiert, dann entdeckt man die Bedeutung, „zum angemessenen Zeitpunkt.” Bis dahin waren noch nicht alle prophetischen Äußerungen getan worden. Jesus konnte solange nicht erscheinen, bis alles, was gesagt werden musste, auch gesagt worden war.
Es musste zum Beispiel prophezeit werden, dass Jesus von einer Jungfrau geboren werden würde. Das war von zentraler Wichtigkeit, weil es bedeutete, dass Jesus nicht bloß ein guter Mensch sein würde – nein, Er war Gott, im Fleisch gekommen. Durch Maria erhielt Jesus Seinen biologischen Körper, aber das Blut, das durch Seine Adern floss, war das Blut Gott Vaters. Jesus war ein Gott–Mensch.
„Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird das zugehen, da ich von keinem Mann weiß? Und der Engel antwortet und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden.“ (Lukas 1,34-35)
Ich glaube, dass sich Folgendes zutrug: Maria fragte: „Wie wird das zugehen?“ Damit stellte sie jedoch nicht die Möglichkeit in Frage, sondern lediglich das Wie. Und der Engel sprach, dass das Wort Gottes der unverderbliche Same ist, und: „All die Worte, die über 4000 Jahre hinweg durch Hunderte von Menschen ausgesprochen wurden, wirst du in dir empfangen.“
In 1.Petrus 1,23 heißt es:
“Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes.“
Das griechische Wort, das in dieser Bibelstelle mit „Same“ übersetzt wird, ist „spora“. Es leitet sich von dem griechischen Wort „sperma“ ab, das den männlichen Samen bezeichnet. Die jungfräuliche Geburt Jesu war in jeglicher Hinsicht natürlich – außer in einem: Es war nicht der Same eines Mannes, sondern das Wort Gottes war der Same. Das Wort wurde Fleisch! Alles, was jemals über Jesus prophezeit worden war, wurde zum „spora“ oder Samen.
Ich glaube, dass jeder von uns eine geistliche Gebärmutter besitzt, ganz gleich, ob buchstäblich oder symbolisch. Wir nehmen das übernatürliche Wort Gottes, den Samen für das für uns benötigte Wunder, und meditieren darüber, bis wir empfangen – bis wir das Resultat in unseren Herzen sehen können. Wenn wir es dann sehen können, können wir es in Existenz sprechen.
Genau darüber sprach Jesus in Markus 11, 23:
“Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!, und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, das geschieht, was er sagt, dem wird es werden.“
Gottes Wort ist lebendig. Sein Wort ist Heilung für unser ganzes Fleisch und Leben für die, die es finden. Er sandte Sein Wort, um uns zu heilen und uns von Zerstörung und noch mehr zu befreien. Und diejenigen von uns, die Sein Wort in ihre Herzen pflanzen und erlauben, dass dort eine Befruchtung stattfindet, werden zu seiner Zeit erleben, dass das, was wir glauben und aussprechen, Gestalt annimmt.
Was ich hier beschrieben habe, stellt nur einen ganz kleinen Teil meiner Lehre zu diesem Thema dar. Doch kürzlich habe ich auf einem Gospel Truth Seminar eine fünfteilige Serie mit dem Titel, The Word became Flesh,gelehrt. Meine Frau Jamie und viele meiner Mitarbeiter erklärten mir anschließend, dass es das Beste war, was sie zu diesem Thema je von mir gehört hatten. Wir haben daraus ein Album zusammengestellt, das jetzt auf DVD und Audio–CD zur Verfügung steht.
Du kannst es auf unserer Webseite unter www.awme.net oder telefonisch bei unserem Beratungstelefon unter +44(0)1922 473300 bestellen oder an folgende Adresse schreiben:
Andrew Wommack Ministries Europe, P.O. Box 4392, Walsall WS1 9AR, England
Wir lieben euch,

Andrew und Jamie
P.S. Der 23. März 1968 war der Tag, an dem Gott mein Leben für immer veränderte. Von da an pflanzte ich den Samen Seines Wortes in mein Herz. Ich empfing, begann zu sprechen, und jetzt, 40 Jahre später, ist vieles davon auch für andere sichtbar geworden. Ich möchte, dass du Folgendes weißt: Gott sieht nicht die Person an. Wenn Er solche Dinge durch einen introvertierten Mann aus Texas tun kann, dann kann Er sie auch durch dich tun.

