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Rundbrief August 2008

GOTT ERKENNEN

würde ich eine Gruppe von Menschen befragen, was das Wichtigste im Leben ist, bekäme ich wahrscheinlich genauso viele Antworten, wie Leute da sind. Sicherlich tragen viele Dinge zu einem erfüllten und glücklichen Leben bei, aber ich hoffe, dass alle Gläubigen sich darin einig sind, dass Gott zu erkennen und zu kennen das Größte und Wichtigste überhaupt ist. Wenn wir Gott nicht erkennen und kennen, verliert alles andere seine Bedeutung.

 

Der Apostel Paulus drückt es in Philipper 3,8 so aus:

„… ja wirklich, ich halte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck halte, damit ich Christus gewinne.“

 

Denk daran, dass Paulus kein Verlierer war. Er war nicht am absoluten Tiefpunkt angekommen und in einer ausweglosen Situation. Er kehrte nicht dem Leben eines Versagers den Rücken und hielt das für Dreck. Er war einer der gebildetsten und erfolgreichsten Männer seiner Zeit. Er gehörte zur Elite der religiösen Klasse. Die Leute kannten ihn und wollten so sein wie er.

 

Paulus spricht hier nicht über die Zeit vor seiner Wiedergeburt. Als er diese Zeilen verfasst, ist er bereits seit Jahrzehnten Christ. Er hat die Welt bereist und ist von Gott in einer Weise gebraucht worden wie nur wenige vor oder nach ihm. Und doch streckt er sich hier immer noch danach aus, Gott mehr zu erkennen (Phil 3,10).

 

Der Apostel bringt hier zum Ausdruck, dass das Beste, was uns das Leben zu bieten hat, und auch die größten Leistungen und Errungenschaften aller Menschen verglichen mit der Erkenntnis Gottes nur Dreck oder Dung sind. Er gibt zu, dass er noch nicht angekommen ist, aber sich zumindest auf den Weg gemacht hat und hartnäckig das Ziel verfolgt, Gott mehr zu erkennen (Phil 3,14).

 

Was sagt uns das, wenn ein Mann, der das halbe Neue Testament geschrieben hat, Jahrzehnte nach seiner Bekehrung immer noch danach strebt, Gott zu erkennen? Ganz sicher muss eine Tiefe der Gotteserkenntnis existieren, die über die reine Errettung weit hinausgeht. Davon spricht Paulus auch im Epheserbrief, wenn er dafür betet, dass die Christen in Ephesus die Breite, Länge, Höhe und Tiefe der Liebe Gottes kennenlernen mögen (Eph 3,18-19).

 

In Epheser 3,19 bemerkt er etwas sehr Interessantes:

„… und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes.“

Auf den ersten Blick erscheint das verwirrend. Wie können wir etwas erkennen, wenn es die Erkenntnis übersteigt? Paulus spricht hier davon, Gottes Liebe in einer Weise zu erfahren, die bloße intellektuelle Erkenntnis unendlich übersteigt. Und beachte auch, dass wir, wenn wir Gottes Liebe auf diese Weise erfahren, zur ganzen Fülle Gottes erfüllt werden. Was für eine Aussage!

 

Um zu realisieren, dass wir Gottes Liebe nicht in der von Paulus beschriebenen Weise kennen, müssen wir lediglich unsere Defizite, Gottes Fülle zu erleben, betrachten. Würden wir Gottes Liebe in dieser Weise kennen, wären wir zur ganzen Fülle Gottes erfüllt. So gibt es also eine Dimension der Erkenntnis Gottes, die der Durchschnittschrist noch nie erlebt hat. Wie gelangen wir dort- hin?

 

Zuerst einmal müssen wir realisieren, dass zur Erkenntnis Gottes mehr gehört als nur Christ zu werden. Unzählige Menschen haben Errettung empfangen und gehen geradewegs in die Gegenwart des Herrn ein, wenn sie sterben. Aber sie kennen Gott nicht.

 

Sie wissen nicht,  dass er sie liebt, weil er Liebe ist, und nicht, weil sie so liebenswert sind. Sie denken, dass sie sich Gottes Gunst verdienen müssen, und leiden unnötigerweise unter Verdammnis und einer mangelnden Beziehung zu ihm, weil sie sich unwürdig fühlen. Sie kennen Gott nicht als liebenden himmlischen Vater, sondern sehen ihn als einen brutalen Zuchtmeister.

 

Viele Christen glauben, dass unser Vater die Quelle all ihrer Sorgen und Leiden ist. Sie denken, dass er Probleme als Mittel benutzt, um sie etwas zu lehren oder ihr Verhalten zu verändern, obwohl das Wort ganz eindeutig das Gegenteil beweist (Jakobus 1,13). Sie kennen ihren Gott nicht als Heiler und Versorger und auch nicht in anderen Eigenschaften, in denen er sich uns offenbart. Wirklich, Gottes Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis über Gott (Hosea 4,6).

 

Vieles davon kann man der Kirche zur Last legen. Die Bibel sagt in Römer 10,17:

„Also ist der Glaube aus der Verkündigung*, die Verkündigung durch das Wort Christi.“
*Fußnote Elberfelder Bibel: Das griech. Wort bedeutet auch: hören, Gehör, Gehörtes.

 

Die Kirche als Ganzes hat verkündet, dass Jesus für uns starb, um uns davor zu bewahren, in die Hölle zu kommen. Das ist natürlich wahr und auch ein großer Segen. Und ginge es bei Errettung nur darum, wäre das schon mehr, als wir verdienten. Natürlich würde ich diese Botschaft predigen, wenn es wirklich nur darum ginge, aber die Schrift lehrt etwas ganz anderes.

 

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“
(Johannes 3,16)

In diesem Vers heißt es ausdrücklich, dass das Ziel von Errettung „ewiges Leben“ ist. Und ewiges Leben wird von Jesus in Johannes 17,3 so definiert:

„Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

 

Gott, den Vater, und Jesus Christus zu erkennen und zu kennen, ist ewiges Leben. Und das beginnt nicht erst, wenn wir in den Himmel kommen. Gott zu erkennen (ewiges Leben), ist etwas, das wir schon hier und jetzt haben können (Johannes 3,36). Das Wort „erkennen“ wird in der Schrift benutzt, um die Beziehung zwischen einem Mann und seiner Frau zu beschreiben, aus der ein Kind hervorgeht (Beispiel: 1. Mose 4,1). Es bedeutet Intimität. Deshalb bedeutet „Gott erkennen“ Intimität mit Gott.

 

Wenn wir Errettung empfangen und dann, ohne Intimität mit dem Herrn zu erleben, durch das Leben stolpern, verpassen oder ignorieren wir den wichtigsten Teil dessen, was Jesus uns zur Verfügung gestellt hat. Ich will es einmal so ausdrücken: Wenn wir durch das Opfer Jesu Vergebung empfangen haben und dann weiterleben, ohne eine intime, persönliche, enge Beziehung zu Gott zu haben, dann verfehlen wir laut Johannes 3,16 das eigentliche Ziel der Errettung. Aber auf dieser Ebene lebt die überwiegende Mehrheit aller Christen.

 

Menschen glauben, dass sie errettet werden müssen, weil das die Botschaft ist, die sie gehört haben. Also werden sie errettet und schon stecken sie fest. Sie hören nicht, dass das wahre Ziel darin besteht, Gott zu erkennen, geschweige denn, dass es überhaupt erreichbar ist. So warten sie auf das süße Jenseits, aber kämpfen im Hier und Jetzt mit der harten Realität.

 

Gott in der von mir hier dargestellten Weise zu erkennen, ist für die meisten Christen nicht einmal vorstellbar. Sie strecken sich nicht danach aus und erleben es auch nicht. Das legt die Frage nahe, wie wir es anfangen können, nach Intimität mit dem Herrn zu streben. Wir können das dadurch, dass wir Zeit damit verbringen, ihn durch sein Wort kennenzulernen.

 

Der Apostel Petrus erklärt in 2. Petrus 1,3-4:

„Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch <seine> eigene Herrlichkeit und Tugend, durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben, das durch die Begierde in der Welt ist, entflohen seid: ...“

 

Allein durch die Erkenntnis Gottes sind wir fähig, alle Dinge, die zum Leben und zur Gottseligkeit, d. h. zur Gottesfurcht, gehören, zu empfangen. Gott hat sie uns bereits gegeben, aber nur, wenn wir ihn erkennen, erlaubt uns das, an seiner göttlichen Natur teilzuhaben, all seine großen und kostbaren Verheißungen in Empfang zu  nehmen und dem Verderben dieser Welt zu entfliehen. Was für Aussichten! Wenn wir das Wort kennen, kennen wir Gott.
   
Kürzlich habe ich eine neue Serie mit dem Titel „Knowing God“ (nur in Englisch erhältlich) gelehrt, die den Schwerpunkt darauf legt, Gott zu erkennen und zu kennen, und viele Schlüsselprinzipien erklärt, die ich aus der Schrift über Gott gelernt habe. Ich spreche darin über die wahre Bedeutung ewigen Lebens, darüber, wie wir mit unseren Herzen klarer als mit unseren körperlichen Augen sehen können, und vieles andere mehr.

 

Vielleicht erscheint dieses Thema oberflächlich betrachtet nicht wirklich interessant, aber es ist eine der wichtigsten Botschaften, die ich überhaupt lehre. Wenn Du jemals das erfüllen willst, wozu Gott Dich berufen hat, musst Du ihn persönlich erkennen und kennen. Ich glaube, dass diese Botschaft Deine Beziehung zum Herrn tiefgreifend verändern wird.

 

Du kannst die neue Serie online auf unserer Webseite www.awme.net, bei unserem  Beratungstelefon in England unter +44 1922 473300 oder auch schriftlich bei folgender Adresse bestellen:
Andrew Wommack Ministries – Europe, P.O. Box 4392, Walsall WS1 9AR, England

 

PS: Wie Du vielleicht weißt, sind wir mit unserer Fernsehsendung jetzt auch auf „Trinity Broadcasting Network“ („TBN“) einmal wöchentlich, und zwar montags um 9.30 h (MEZ), zu sehen. Jamie und ich möchten Dir für all Deine Unterstützung und Hilfe bei dem Erwerb dieses neuen Sendeplatzes danken. Wegen Dir werden Tausende von Menschen diese Botschaft zum ersten Mal hören können. Danke!



Wir lieben euch,

Andrew und Jamie

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